Bei der Mammographie handelt es sich um ein Röntgenverfahren, beim dem mit besonders „weichen“, d.h. niederenergetischen Röntgenstrahlen die Drüsenstrukturen der Brust dargestellt werden.
Um optimale Bilder bei möglichst geringer Strahlenbelastung zu erzielen, muss die Brust kurz etwas zusammengedrückt werden, was zwar nicht schmerzhaft sein sollte, jedoch als unangenehm empfunden werden kann. Da diese Kompression nach Ende der Regelblutung im Allgemeinen als am wenigsten unangenehm empfunden wird, bemühen wir uns, die Untersuchungen in der ersten Zyklushälfte zu vereinbaren.
Die Tomosynthese ist ein Verfahren zur Erzeugung von Schichtbildern (3D-Darstellung der Brust) im Rahmen einer Mammographie. Sie hilft umschriebene Läsionen von normalem Brustdrüsengewebe besser unterscheiden zu können. Die eingesetzte Strahlendosis bleibt dabei gleich, auch die Untersuchungszeit verlängert sich nicht.
Mit unserer Mammographie-Einheit „Selenia Dimensions“ (Hologic®) führen wir seit August 2018 alle Mammographien als Tomosynthesen durch – ohne, dass dadurch die Strahlendosis erhöht wird. Die diagnostische Sicherheit und Genauigkeit verbessert sich dadurch aber enorm.
Außerdem erlaubt die Schichttechnik, die Brust für die Aufnahme weniger zu komprimieren (zusammenzudrücken).
Selbstverständlich können wir mit diesem Gerät verdächtige Herde auch Tomosynthese gezielt biopsieren oder vor Operationen markieren.