Info für Ärzte

  • Untersuchung mit jodhaltigen Kontrastmitteln
    bei PatientInnen mit Schilddrüsen-ÜberfunktionOpen or Close

    Bei iv. Gabe von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln kann es bei PatientInnen mit latenter oder manifester Hyperthyreose zu gefährlichen thyreotoxischen Krisen kommen.

    Deshalb sollte bei allen PatientInnen mit einer bekannten hyperthyreoten Stoffwechsellage (latent oder manifest), die Schilddrüse immer mit Irenat®-Tropfen blockiert werden, auch wenn diese schon thyreostatisch therapiert werden.

    Dosierung:
    IRENAT-BLOCAKDE bei „geplanten“ Untersuchungen:
    20 Tropfen am Vorabend der Untersuchung
    20 Tropfen 3 Stunden vor dem Untersuchungstermin sowie 3 x 20 Tropfen für die nächsten 7 Tage

    Die Gebrauchsinformation finden Sie [hier]

    3 Monate nach der Jod-Exposition sollte die Schilddrüsen-Situation in unserer Schilddrüsen-Ambulanz überprüft werden.
    Um eine entsprechende Zuweisung wird ersucht.

  • Osteoporose-AmbulanzOpen or Close

    Osteoporose ist eine Erkrankung epidemischen Ausmaßes in Österreich – naturgemäß mit der Altersstruktur der Bevölkerung eng verknüpft.
    Folgeschäden der Osteoporose im Sinne von Frakturen oder Behinderungen sind hochgradig relevant für das Gesundheitssystem, während Präventionsmaßnahmen vergleichsweise billig und einfach umzusetzen sind.

    Angesichts von Wartezeiten auf Untersuchungstermine von mehr als einem Jahr in Knochenstoffwechsel-Ambulanzen öffentlicher Krankenhäuser in unserem Einzugsgebiet haben wir zur Verbesserung des diesbezüglichen Service eine Knochenstoffelwechsel-Ambulanz („Osteoporose-Ambulanz“) im Rahmen unserer nuklearmedizinischen Abteilung eingerichtet.
    Größere Teilbereiche wie Röntgenaufnahmen, Knochendichtemessungen (DEXA- siehe [hier]) und auch verschiedene Laboruntersuchungen können wir im Rahmen von Röntgen und Nuklearmedizin ohnehin bisher schon anbieten.

    Das ärztliche Know-how und eine Organisationsform, die all diese Informationen bündelt und im Rahmen einer strukturierten Abklärung zusammenzuführt sowie einen Befund zur gegebenen Knochenstoffwechselstörung, allenfalls deren Ursachen und auch einen Vorschlag zur Behandlung derselben anbietet, wollen wir über unsere Osteoporose­Ambulanz bereitstellen.

    Wir haben versucht, der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) eine Direktverrechnung einer solchen Leistung vorzuschlagen, die ÖGK hat uns leider mitgeteilt, dass sie an einer derartigen Einrichtung derzeit kein Interesse hat.

    Daher bleibt nur die Möglichkeit, diese aus unserer Sicht höchst notwendige Einrichtung zunächst als Privatleistung anzubieten.

    Wir wollen den betroffenen Patientinnen und Patienten diese Leistung so anbieten, dass keine unüberwindliche finanzielle Schwelle besteht und haben daher für die Inanspruchnahme der Osteoporose-Ambulanz ein Honorar von € 90,00 festgesetzt.
    Die Basisleistungen wie Röntgen, DEXA und auch Laboruntersuchungen sind weitgehend kassenrechtlich abgedeckt und werden von allen Sozialversicherungsträgern übernommen.

    Eine Kopiervorlage eines Überweisungsformulars mit den relevanten Untersuchungen im Zusammenhang mit einer vermuteten oder bestehenden Osteoporose finden Sie [hier].

    Wesentliche Informationen für die PatientInnen hinsichtlich Organisation und Ablauf etc. finden Sie [hier]

    Unserer Einschätzung nach besteht in unserem Einzugsgebiet eine beträchtliche Untertherapie von Osteoporosen bei zahlreichen PatientInnen.
    Wir hoffen, dass es uns gemeinsam gelingt, mit dieser Initiative der Volkskrankheit Osteoporose besser als bisher entgegenzutreten.

    Selbstverständlich werden wir Röntgenbilder aus unserem Bildbestand, die nicht älter als 3 Monate sind, im Rahmen der Osteoporoseambulanz nutzen.

  • Arthrose-Schweregradanalyse nach Kellgren und LawrenceOpen or Close

    Seit Juni 2019 erheben wir mittels K.I. (Künstliche Intelligenz) Analyse den Arthroseschweregrad nach Kellgren & Lawrence – K&L Score. Dabei wird die Breite des Gelenksspaltes an standardisiert aufgenommenen Kniegelenksaufnahmen ap elektronisch vermessen, weiters wird das Bild elektronisch auf Sklerosierungen untersucht und Osteophyten sowie Deformierungen identifiziert. Alle 4 Kriterien unterliegen einer Graduierung von 0-2 bzw. 3.

    Aus den einzelnen Kriterien wird dann ein gesamter Schwergrad der Arthrose der Kniegelenke abgeleitet. Diese Beurteilung wird von zahlreichen Orthopäden zur Einstufung des Grades der Arthrose und daraus abgeleitet zur erforderlichen Behandlung genutzt und gewünscht.

    Es ist damit auch die Dynamik der Entwicklung einer Arthrose (ob sie sich schnell oder eher langsam entwickelt ) im Zeitverlauf gut abschätzbar. Aus radiologischer Sicht ist insbesondere die Frühdiagnostik unterstützt, da durch Vergleich mit Normalkollektiven frühzeitig minimale Gelenksspaltverschmälerungen erkannt werden.

    Wir erzeugen die K&L-Analysen seit Juni 2019 von sämtlichen bei uns aufgenommenen Kniegelenken, die Ergebnisse der automatisierten Analyse fließen in unsere Befunde ein.

    Wenn Interesse besteht, die automatisiert erstellten Originalreports einzusehen oder auszudrucken, sei auf die Möglichkeit für ÄrztInnen und PatientInnen verwiesen, sich einen Online-Zugang zu unserem Bildarchiv einrichten zu lassen und Ausdrucke der dort abgelegten PDFs selbst vorzunehmen. Siehe dazu [Online Zugang Bilder]

    Eine sehr ausführliche Darstellung der Methode, der möglichen Ergebnisse und weitere Bildbeispiele sowie eine Zusammenstellung der Literatur finden Sie auf der Website der Herstellerfirma https://imagebiopsylab.com/ unter MSK Platform: IB Lab KOALA. Weiters finden Sie ausführliche Literaturangaben dazu unter der Rubrik Expert Guide [LINK]

    Nachstehend finden Sie Bildbeispiele für automatisierte Arthrosegradbestimmungen nach Kellgren und Lawrence Grad 0-4 sowie ein Schema der empfohlenen ärztlichen Interventionen in Abhängigkeit vom K&L Score.

    Therapie-Schema nach K&L
    Bildbeispiel K&L Grad 0
    Bildbeispiel K&L Grad 1
    Bildbeispiel K&L Grad 2
    Bildbeispiel K&L Grad 3
    Bildbeispiel K&L Grad 4

    Weitere Anwendungen von künstlicher Intelligenz in unserer Einrichtung finden Sie [hier]

  • Die Orientierungshilfe Radiologie -
    Anleitung zum optimalen Einsatz der klinischen RadiologieOpen or Close

    Die „Orientierungshilfe Radiologie“ soll den Ärzten in Krankenhäusern sowie im niedergelassenen Bereich strukturierte Empfehlungen geben, um die für die jeweilige Situation bestgeeigneten bildgebenden Verfahren auszuwählen und dadurch eine Reduktion der allgemeinen Strahlendosis und eine verbesserte Medizin herbeizuführen.

    Im Zuge der Orientierungshilfe wird die Rolle von Röntgen, Ultraschall, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Nuklearmedizin und Positronenemissionstomographie bei gegebenen Fragestellungen bewertet, wobei weitaus nicht alle denkbaren klinischen Fragestellungen behandelt werden konnten, sondern die Auswahl primär nach Bedeutsamkeit und Häufigkeit getroffen wurde.

    Die Orientierungshilfe ist ein Projekt der Österreichischen Röntgengesellschaft, des Verbandes für medizinischen Strahlenschutz Österreich, des Verbandes für Bildgebende Diagnostik Österreich und der Bundesfachgruppe Radiologie der österreichischen Ärztekammer.

  • Chefärztliche BewilligungOpen or Close

    Aktualisierte Informationen zur Überweisungen für CT, MRT sowie nuklearmedizinische Untersuchungen finden Sie [hier]

  • Online Zugang BilderOpen or Close

    Für zuweisende ÄrztInnen besteht die Möglichkeit, auf digitalem Wege Zugriff zu den Bildern der von ihnen überwiesenen Untersuchungen ihrer PatientInnen zu erhalten.

    Nähere Informationen zu den einzelnen Bildzugriffsmöglichkeiten siehe [Online Zugang Bilder]