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Laptop der das Patientenportal von Frühwald zeigt

Niederösterreich heute – Interview mit Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald zum Thema „Aktuelle Herausforderungen in der Radiologie“

Die Sendung zeigt, warum man aktuell so lange auf einen CT- und MRT-Termin warten muss und welche Rolle Künstliche Intelligenz (KI) schon heute in der Radiologie spielt, um schneller zu Diagnosen zu kommen.
Am 12.10.2024 ausgestrahlt in der Sendung Niederösterreich heute.

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Moderator: Und damit zu aktuellen Herausforderungen in der Radiologie. Lange Wartezeiten auf MR oder CT-Termine – wir alle kennen das Problem. Warum das so ist und welche Rolle künstliche Intelligenz spielen kann, um schneller an Diagnosen zu kommen, zeigt unser heutiges Lavita. Manuela Martl hat in einem St.Pöltener Institut nachgefragt, dass vor Kurzem als eines der Top 10 Radiologieeinrichtungen Europas ausgezeichnet wurde.

Sprecher: In Niederösterreich wartet man drei bis fünf Wochen auf ein Kassen MRT. Der Bund, die Länder und die Sozialversicherungen haben daher 13 zusätzliche Geräte beschlossen – eines davon in Mistelbach. Für den Experten ein Tropfen auf den heißen Stein.

Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald: Man müsste wahrscheinlich um 20 bis 30% mehr Geräte haben, damit eine Zeit eine Ruhe ist. Und es ist nicht absehbar, wann dieser sozusagen Anstieg vorbei ist. Dann kommt vielleicht irgendetwas anderes, dass das ablöst. Worüber ja nie gesprochen wird, dass das Röntgen am Rückzug ist. Wenn ich jemanden ein Knie MR mache, habe ich einfach hundert mal mehr Informationen, als wie wenn ich ein Knie Röntgen mache.

Interviewer: Welche Rolle spielt denn die künstliche Intelligenz in der Radiologie?

Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald: Wir nutzen das und haben das es auch in großem Stil hier integriert. Aber ich muss sagen, es ist nicht immer wirklich eine Erleichterung. Also manchmal schafft es mehr Arbeit, als es löst. Und man kann sich auch nicht hundertprozentig darauf verlassen. Man muss das wirklich in jedem einzelnen Fall plausibilisieren, ob das auch wirklich wahr sein kann.

Sprecher: Erleichtert wird beispielsweise die Diagnose von Demenzerkrankungen durch künstliche Intelligenz, wie hier bei MRT-Bildern des Gehirns. Auch bei der Nachbearbeitung von MRT-Bildern ist die KI hilfreich.

Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald: Früher hat jemand ein Herz, fast eine Stunde ausgewertet. Heute geht das binnen Sekunden im Computer. Also das ist wirklich dramatisch beschleunigt und qualitativ wunderbar.

Sprecher: Die Bilder werden immer öfter digital gespeichert. QR-Codes führen zu den Bildern, die sich der behandelnde Arzt oder auch der Patient in der Folge am Computer oder Handy ansehen kann.

Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald: Wir bemühen uns auch eigentlich Bilder gar nicht mehr physisch auszugeben, weil es extrem teuer und personalintensiv ist und eigentlich Sondermüll darstellt.

Sprecher: Da immer mehr Menschen Panik vor den engen Röhren haben, wurde der Querschnitt der Geräte mittlerweile vergrößert, auch wenn das einen technischen Mehraufwand bedeutet.

Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald: Je enger das ist, umso leichter erzeuge ich das Magnetfeld, das ich brauche. Je größer ich das Loch haben will, umso noch stärker muss das Magnetfeld sein. Also es ist technisch schon eine Herausforderung, aber nachdem viele Leute damit Probleme haben, hat man trotzdem begonnen diese Röhren mit 80 Zentimeter zu haben.

Sprecher: Und auch Beruhigungsmittel, so wie Kopfhörer mit Musik helfen, die Zeit während der Untersuchung besser zu überstehen.

ORF- Sendung konkret zum Thema Künstliche Intelligenz mit einem Beitrag aus unserem Institut

Die Sendung zeigt wie Künstliche Intelligenz (KI) schon heute in der Radiologie und im Klinikalltag zum Einsatz kommt. Dazu wurden u.a. bei uns im Haus Herr PD Dr. Gerd Schüller, MBA und Dr. Christian Stoiber interviewt.
Am 02.10.2024 ausgestrahlt in der ORF-Sendung konkret.

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Moderator: Künstliche Intelligenz wird in immer mehr Bereichen eingesetzt, auch in der Medizin. Eine der ersten Anwendungen der Computeralgorithmen war in der Radiologie, wo Daten schon lange digital gespeichert werden. Vor etwa 20 Jahren hatte man aber noch Angst, wird das Röntgenfachpersonal schon bald durch Computer ersetzt? Silvia Unterdorfer zeigt, wie Künstliche Intelligenz im Klinikalltag schon heute eingesetzt wird.

Sprecher: Bei einer Röntgenuntersuchung in einem modernen Radiologieinstitut ist heute keine Bleischürze mehr nötig, denn moderne Technik verhindert zu viel Strahlenbelastung und speichert digital die Röntgenaufnahme zur Befundung durch Radiologen und Radiologinnen. Durch den demographischen Wandel werden die Untersuchungen und die Daten immer mehr. Medizinisches Personal ist knapp. Der Radiologe Gerd Schueller präsentiert hier die neuesten KI-Assistenten. Sie versprechen Entlastung seiner Kollegen und Kolleginnen von Routinebefunden und rasche und treffsichere Diagnosen. Erkennen die Algorithmen einen Knochenbruch hilft das dem Arzt schneller, eine Entscheidung zu treffen.

Radiologe Gerd Schueller: Einerseits ist es die klare Beantwortung von "Ja-Nein" Fragen "Braucht es mich dringend?" oder "Braucht es mich erst morgen in der Früh?" und andererseits macht es mich besser, in dem ich noch ein paar Details einfüttern kann, die möglicherweise entscheidend sind, die vielleicht untergegangen wären. Und ich kann es meinen Kollegen und auch den Patienten in Wort und in brillanten Bildern darstellen.

Sprecher: Den Menschen ersetzt die künstliche Intelligenz nicht. Allerdings kann sie als unterstützendes Werkzeug-Routinearbeit abnehmen und bietet eine zweite Meinung, wie wenn ein zweites Paar Augen bei der Befundung danebensitzen würde.

Radiologe Christian Stoiber: Gut funktioniert es zum Beispiel bei der Lunge. Da geht es immer darum, dass man allerkleinste Rundherde mitten in der Lunge findet. Und diese Rundherde, da reden wir oft von Knötchen, die unter fünf Millimeter groß sind. Die können natürlich ganz fein verteilt sein und wenn da die AI vorsortiert und einem diese kleinen Rundherde farblich markiert und man bewusst hinschauen kann, ist natürlich ein Riesenhilfe und eine Zeitersparnis.

Sprecher: Weniger zufrieden ist der Experte mit der künstlichen Intelligenz bei Brustuntersuchungen, denn es werden zu viele Auffälligkeiten eingezeichnet, die erst recht ein Arzt beurteilen muss.

Radiologe Christian Stoiber: Unsere Erfahrung ist, dass die AI eine tolle Sache ist und technisch faszinierend, aber man muss unbedingt immer die Befunde, die die AI erstellt kontrollieren und ganz ganz oft korrigieren. Also es ist bei weitem nicht so dass das zu 100 % funktioniert.

Sprecher: Die künstliche Intelligenz wird auch im Operationssaal verwendet. Zum Beispiel bei Operationen am Gehirn und Rückenmark. Der Neurochirurg muss wissen, ob es sich um Krebs handelt. Daher wird zunächst eine kleine Probe entnommen, die in der Pathologie aufbereitet und untersucht wird. Das dauert mindestens eine halbe Stunde bevor weiter operiert werden kann. Mit der neuen Technik wird direkt im Operationssaal in nur drei Minuten ein hochauflösend digitaler Gewebeschnitt erstellt. Die künstliche Intelligenz zeigt, ob es ein bösartiger Tumor ist oder nicht. Das ermöglicht eine raschere Entscheidung über die weitere Operation und erhöht die Sicherheit für den Patienten oder die Patientin. Die Algorithmen können auch ganz exakt Krebsgeschwüre von gesundem Gewebe unterscheiden.

Neurochirurg Georg Widhalm: Aus meiner Sicht einerseits ist der Vorteil, dass es schneller geht und dass auch zusätzlich zu den Pathologen, auch wir auf den Schirm schauen können und uns das Gewebe anschauen können, wie das aussieht. Und natürlich ist es für den Patienten eine Verbesserung, da Eingriffe wie Biopsien schneller gehen und auch sicherer verlaufen, da wir einfach die Ränder besser bestimmen können während der Operation.

Sprecher: Auch bei Narkosen wird künstliche Intelligenz eingesetzt. Hier am Wiener AKH wird im Operationssaal seit Kurzem ein Gerät verwendet, das hilft gefährliche Komplikationen zu vermeiden, wie einen zu niedrigen Blutdruck. Künstliche Intelligenz zeigt fünf bis zehn Minuten vorher an, ob der Blutdruck droht, zu stark abzufallen. Dann können die Experten und Expertinnen rechtzeitig eingreifen, zum Beispiel die Flüssigkeitszufuhr oder Medikamente optimieren.

Anästhesist Oliver Kimberger: Natürlich ist auch eine AI nicht fehlerfrei, das heißt es ist ganz wichtig außen zu betrachten: könnte es sich hier um einen fehlerhaften Wert handeln, um ein Artefakt, um einen falschen Wert, etc. Dementsprechend muss jeder Wert hinterfragt werden, und die letzte Entscheidung darf ausschließlich vom Arzt von der Ärztin getroffen werden, was mit diesem Wert zu tun ist.

Sprecher: Die häufigste Todesursache auf Intensivstationen ist eine Blutvergiftung. Die KI kann viel mehr Messwerte gleichzeitig überwachen als das Personal. Erste Studien zeigen, dass mit KI mehr Menschen überleben.

Anästhesist Oliver Kimberger: KI wird sicher in Zukunft Leben retten, sowohl auf der einen Seite was Vorhersagen betrifft, von sich entwickelnden Erkrankungen, was die Optimierung der Behandlung betrifft und eben auch was die Prognose von Behandlungen betrifft.

Sprecher: Eines ist sicher. Künstliche Intelligenz ist aus der Medizin heute nicht mehr wegzudenken.

TOP RADIOLOGY SERVICES PROVIDER IN EUROPE 2024
Internationale Auszeichnung für unsere Einrichtung

Top Radiology Services Provider in Europe 2024 Award Frühwald
Wir haben in der Healthcare Business Review RADIOLOGY Edition 2024 den Healthcare Business Review Award erhalten. Unsere Institution gilt als führende diagnostische Einrichtung in Österreich und befindet sich in der jährlichen Auflistung der TOP 10 Radiologieeinrichtungen in Europa.
Top Radiology Services Provider in Europe 2024 Award Frühwald

Interview mit Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald zum pandemiebedingten Rückgang der Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen

Am 26.01.2023 ausgestrahlt in der Sendung Blickwechsel auf Servus TV.

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Sprecher: Der Sankt-Pöltener Radiologe Franz Frühwald leitet eines der größten Diagnosezentren Österreichs. Er schildert die fatalen Auswirkungen der Covid-Beschränkungen, vor allem im Bereich der Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen.

Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald: Dabei haben wir schon einen sehr markanten Rückgang festgestellt im ersten Pandemiejahr. Es sind hier sicherlich einige zigtausend Mammographien unterblieben und dann haben wir tausend Frauen statistisch gesehen, die damit leben und wo diese Tumoren größer werden als sie sein müssten. Und die dann halt auch unter Umständen in ein anderes Stadium rutschen, wo eingreifendere Behandlungen erforderlich sind.

Sprecher: Frauen ab 45 sollten alle zwei Jahre zur Brustkrebsvorsorge gehen, bei der mittels Mammographie die Brust auf Veränderungen untersucht wird. Nahmen 2019 noch 33,4 % der Frauen in dieser Altersgruppe an der Vorsorge teil, waren es 2020 unter dem Eindruck der ersten harten Lockdowns nur noch 28,5 %. Das entspricht einem Rückgang um ein Fünftel. Wie wichtig die regelmäßige Vorsorge und damit die Früherkennung ist, erklärt Radiologe Frühwald anhand zweier Tumoren.

[Bild: Mammographie Aufnahme eines kleinen Tumors]

Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald: Das wäre ein sehr günstiges Stadium. Sehr klein der Tumor und da sind die Bedingungen optimal. Also dass das gestreut hat ist sehr unwahrscheinlich und dann ist das ein Tumor der vielleicht 1 bis 2 Zentimeter groß ist. Denn kann man insgesamt herausnehmen und es wird sehr häufig gar keine Nachbehandlung erforderlich sein.

[Bild: Mammographie Aufnahme eines großen Tumors]

Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald: Das hier ist eine völlig andere Nummer. Hier haben wir einen sehr großen Tumor, der hat ziemliche Ausläufer an die Haut, überall hin. Also in Wirklichkeit ist das Ding so groß. Statt dass wir ein bisschen Mikrokalk finden, finden wir auf einmal einen derartigen Knoten, der halt in der Behandlung ganz erheblich Probleme macht.

Logo Institut Frühwald Diagnosezentrum

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Priv. Doz. Dr. Julia Frühwald-Pallamar

Ärztliche Direktorin & geschäftsführende Gesellschafterin von Ordination und Institut

  • Facharztausbildung am Landesklinikum St.Pölten und AKH Wien
  • vielzählige wissenschaftliche und Übersichtsvorträge mit den Schwerpunkten Neuroradiologie und Kopf-Hals Radiologie auf internationalen Kongressen und Kursen
  • Autor und Koautor zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten in internationalen Fachzeitschriften und Autor bzw. Koautor mehrerer Buchkapitel
  • 2011 Wissenschaftsaufenthalt an der Abteilung für Radiologie der University of California, San Diego
  • 2013 europäisch geprüfte Fachärztin für Neuroradiologie
  • 2014 Verleihung der Lehrbefugnis (Habilitation) der Medizinischen Universität Wien
  • Editorial board member ESR e-learning (head and neck)
  • seit Mai 2016 ärztliche Leiterin der Abteilung Radiologie
  • spezielle Schwerpunkte: Neuroradiologie, Kopf-Hals-Radiologie, Muskuloskeletale Radiologie
  • 2021 – 2024 Leiterin der Arbeitsgruppe Kopf-Hals-Radiologie der ÖRG
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